Kosten der PSMA-Therapie
Die PSMA Therapie ist ein spezialisiertes nuklearmedizinisches Behandlungsverfahren für Männer mit fortgeschrittenem oder metastasiertem Prostatakrebs. Aufgrund des eingesetzten Radiopharmazeutikums (Lutetium-177-PSMA) und der notwendigen medizinischen Infrastruktur entstehen Kosten, die sich aus mehreren Bestandteilen zusammensetzen.
Ob und in welchem Umfang diese Kosten übernommen werden, hängt maßgeblich von einer klaren medizinischen Begründung ab. Voraussetzung ist in der Regel eine strukturierte Indikation zur PSMA Therapie sowie der Nachweis einer ausreichenden PSMA-Expression mittels PSMA PET/CT.
Auf dieser Seite finden Sie eine transparente Übersicht über die einzelnen Kostenbestandteile, mögliche Formen der Kostenübernahme sowie organisatorische Aspekte für gesetzlich und privat Versicherte oder Selbstzahler.

Woraus setzen sich die Kosten der PSMA Therapie zusammen?
Die Kosten einer PSMA Therapie (Verlinkung zur PSMA Therapie) ergeben sich aus mehreren medizinischen und organisatorischen Bestandteilen. Es handelt sich um ein spezialisiertes nuklearmedizinisches Verfahren, das sowohl ein hochspezifisches Radiopharmazeutikum als auch eine entsprechende Infrastruktur erfordert.
Zu den wesentlichen Kostenfaktoren zählen:
- Das Radiopharmazeutikum (Lutetium-177-PSMA) – Herstellung, Qualitätssicherung, Transport und geordnete Entsorgung des Abfalles des radioaktiv markierten Wirkstoffs.
- Ärztliche Leistungen – Aufklärungsgespräch, medizinische Indikationsprüfung, Durchführung der Therapie und Verlaufskontrollen.
- Nuklearmedizinische Infrastruktur – spezielle Behandlungsräume, Strahlenschutzmaßnahmen und gesetzlich vorgeschriebene Sicherheitsvorkehrungen.
- Laborkontrollen und Verlaufskontrollen – regelmäßige Blutuntersuchungen zwischen den Therapiezyklen.
- Begleitende Diagnostik – insbesondere eine PSMA PET/CT, die in der Regel Voraussetzung für die Therapie ist.
Da die Behandlung meist in mehreren Zyklen erfolgt, können sich die Gesamtkosten aus mehreren Einzelterminen zusammensetzen.
Die genaue Höhe hängt vom individuellen Behandlungsplan, der Anzahl der Zyklen sowie von versicherungsrechtlichen Rahmenbedingungen ab. Deshalb erfolgt vor Therapiebeginn eine transparente Klärung der finanziellen Aspekte.

Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenkasse (Österreich)
In Österreich erfolgt die Kostenübernahme einer PSMA Therapie in der Regel nicht automatisch, sondern im Rahmen einer individuellen Einzelfallprüfung durch den jeweiligen Versicherungsträger.
Entscheidend ist, dass eine medizinisch nachvollziehbare Indikation zur PSMA Therapie vorliegt. Dabei wird geprüft, ob:
- ein fortgeschrittener oder metastasierter Prostatakrebs besteht,
- etablierte Therapien nicht mehr ausreichend wirksam sind,
- eine ausreichende PSMA-Expression durch eine PSMA PET/CT nachgewiesen wurde,
- und die Therapie leitlinienorientiert medizinisch begründet bzw. erwünscht ist.
Auf Grundlage dieser Informationen kann ein Antrag auf Kostenübernahme gestellt. Die Entscheidung erfolgt durch den jeweiligen Krankenversicherungsträger.
Die Bearbeitungsdauer kann variieren. In manchen Fällen werden zusätzliche medizinische Unterlagen angefordert. Eine transparente medizinische Dokumentation erleichtert die Prüfung.
Eine Kostenübernahme kann situativ erfolgen, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind. Eine pauschale Zusage ohne vorherige Prüfung ist jedoch nicht üblich.
Private Krankenversicherung
Bei privat versicherten Patienten hängt die Übernahme der Kosten für eine PSMA Therapie vom jeweiligen Versicherungstarif und den vertraglich vereinbarten Leistungen ab.
In vielen Fällen ist eine Kostenübernahme möglich, wenn:
- eine medizinisch nachvollziehbare Indikation zur PSMA Therapie (Verlinkung zu Indikation) vorliegt,
- die Behandlung leitlinienorientiert begründet ist,
- und die notwendigen diagnostischen Voraussetzungen – insbesondere eine PSMA PET/CT – erfüllt sind.
Dennoch unterscheiden sich die Versicherungsbedingungen je nach Anbieter und Tarif. Deshalb ist häufig vor Therapiebeginn eine schriftliche Kostenanfrage oder ein Kostenvoranschlag einzureichen.
Eine frühzeitige Abstimmung mit der privaten Krankenversicherung kann helfen, mögliche Rückfragen oder Verzögerungen zu vermeiden. Dabei werden in der Regel folgende Unterlagen benötigt:
- medizinischer Befundbericht,
- Begründung der Therapieindikation,
- Kostenaufstellung der geplanten Behandlung.
Die endgültige Entscheidung über die Kostenübernahme trifft die jeweilige Versicherung auf Grundlage der eingereichten Unterlagen.
Selbstzahler und internationale Patienten
Für Patienten ohne Kostenübernahme durch eine gesetzliche oder private Krankenversicherung besteht grundsätzlich die Möglichkeit, die PSMA Therapie als Selbstzahlerleistung in Anspruch zu nehmen.
In diesem Fall erfolgt vor Therapiebeginn eine transparente schriftliche Kostenaufstellung. Diese umfasst:
- das Radiopharmazeutikum (Lutetium-177-PSMA),
- ärztliche Leistungen und Durchführung der Therapie,
- gesetzlich vorgeschriebene Strahlenschutzmaßnahmen,
- begleitende Labor- und Verlaufskontrollen,
- gegebenenfalls eine PSMA PET/CT, sofern diese nicht bereits vorliegt.
Da die Therapie meist in mehreren Zyklen durchgeführt wird, wird die Kostenstruktur entsprechend geplant und im Vorfeld nachvollziehbar erläutert.
Für internationale Patienten kann zusätzlich eine organisatorische Abstimmung hinsichtlich Terminplanung, Unterlagenübermittlung und Zahlungsmodalitäten erforderlich sein. Auch hier erfolgt die Klärung vor Beginn der Behandlung.
Unabhängig von der Versicherungsform steht vor jeder Kostenentscheidung die medizinische Prüfung der Indikation zur PSMA Therapie.
Warum ist die Indikationsprüfung für die Kostenfrage entscheidend?
Die Entscheidung für oder gegen eine PSMA Therapie darf nicht primär von finanziellen Aspekten bestimmt werden, sondern muss auf einer fundierten medizinischen Bewertung beruhen.
Eine strukturierte Indikation zur PSMA Therapie ist daher nicht nur medizinisch notwendig, sondern auch Voraussetzung für eine sachgerechte Kostenklärung. Erst wenn feststeht, dass die Therapie im individuellen Fall sinnvoll und leitliniengerecht ist, kann die Frage der Kostenübernahme geprüft werden.
Diese medizinische Bewertung umfasst:
- das Krankheitsstadium bei fortgeschrittenem oder metastasiertem Prostatakrebs
- den bisherigen Therapieverlauf,
- aktuelle Bildgebung, insbesondere eine PSMA PET/CT
- sowie den allgemeinen Gesundheitszustand.
Eine klare Indikationsstellung schafft Transparenz – sowohl gegenüber dem Patienten als auch gegenüber dem Versicherungsträger. So wird verhindert, dass eine Therapie aus finanziellen oder organisatorischen Gründen begonnen wird, obwohl kein ausreichender medizinischer Nutzen zu erwarten ist.
PSMA PET/CT als Bestandteil der Kostenplanung
Eine PSMA PET/CT ist in der Regel eine grundlegende Voraussetzung für die Durchführung einer PSMA Therapie. Sie dient nicht nur der Diagnostik, sondern auch der biologischen Eignungsprüfung.
Da die Therapie nur dann sinnvoll ist, wenn die Tumorzellen ausreichend PSMA exprimieren, ist die PSMA PET/CT fester Bestandteil der medizinischen Entscheidungsgrundlage. Ohne diesen Nachweis ist eine gezielte Radioligandentherapie in der Regel nicht angezeigt.
In der Kostenplanung bedeutet das:
- Liegt bereits eine aktuelle PSMA PET/CT vor, kann diese in die Indikationsprüfung einbezogen werden.
- Ist noch keine geeignete Bildgebung vorhanden, entstehen zusätzliche Kosten für die Untersuchung.
- Die Abrechnung der Diagnostik kann – je nach Versicherungssituation – separat erfolgen.
Wie bei der Therapie selbst hängt auch die Kostenübernahme der PSMA PET/CT von der medizinischen Begründung und vom jeweiligen Versicherungsträger ab.
Transparenz im Theranosticum Wien
Die Durchführung einer PSMA Therapie erfordert nicht nur medizinische Expertise, sondern auch eine klare organisatorische Planung. Dazu gehört eine transparente Darstellung der zu erwartenden Kosten vor Beginn der Behandlung.
Im Theranosticum Wien erfolgt die Kostenklärung grundsätzlich erst nach strukturierter medizinischer Prüfung der Indikation zur PSMA Therapie. Auf dieser Basis wird eine individuelle Kostenaufstellung erstellt, die alle relevanten Bestandteile nachvollziehbar darstellt.
Dazu zählen insbesondere:
- das Radiopharmazeutikum (Lutetium-177-PSMA),
- ärztliche Leistungen und Durchführung der Therapie,
- gesetzlich vorgeschriebene Strahlenschutzmaßnahmen,
- begleitende Labor- und Verlaufskontrollen,
- gegebenenfalls eine PSMA PET/CT, sofern erforderlich.
Vor Therapiebeginn werden die organisatorischen Abläufe sowie die versicherungsrechtliche Situation geklärt. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit Ihnen eine medizinisch und finanziell transparente Entscheidungsgrundlage zu schaffen.
Häufige Fragen zu den Kosten der PSMA Therapie
Was kostet eine PSMA Therapie?
Die Kosten einer PSMA Therapie setzen sich aus mehreren Bestandteilen zusammen, darunter das Radiopharmazeutikum (Lutetium-177-PSMA), ärztliche Leistungen, Strahlenschutzmaßnahmen sowie Labor- und Verlaufskontrollen. Die Gesamtkosten hängen von der Anzahl der Therapiezyklen und der individuellen Planung ab.
Wird die PSMA Therapie von der Krankenkasse übernommen?
Eine automatische Kostenübernahme erfolgt in Österreich in der Regel nicht. Die Entscheidung erfolgt im Rahmen einer Einzelfallprüfung durch den jeweiligen Versicherungsträger. Voraussetzung ist eine medizinisch nachvollziehbare Indikation zur PSMA Therapie.
Ist die PSMA PET/CT im Preis der Therapie enthalten?
Die PSMA PET/CT ist in der Regel eine separate diagnostische Leistung. Ob sie bereits durchgeführt wurde oder im Rahmen der Therapieplanung erforderlich ist, beeinflusst die Gesamtkosten.
Muss ich die Kosten vorstrecken?
Ob eine Vorauszahlung erforderlich ist, hängt von der jeweiligen Versicherungssituation ab. Bei Selbstzahlern erfolgt vor Therapiebeginn eine transparente Kostenaufstellung. Bei gesetzlich oder privat Versicherten wird zunächst die Kostenübernahme geprüft.
Was passiert, wenn die Krankenkasse die Kosten ablehnt?
Bei einer Ablehnung kann geprüft werden, ob zusätzliche medizinische Unterlagen eingereicht oder eine erneute Bewertung beantragt werden kann. Die Entscheidung liegt letztlich beim jeweiligen Versicherungsträger.
Werden mehrere Therapiezyklen separat abgerechnet?
Ja. Da die PSMA Therapie in mehreren Zyklen erfolgt, können die einzelnen Behandlungen jeweils separat in die Kostenplanung einfließen.
Wir nehmen uns Zeit für Sie
Wenn Sie Fragen haben oder einen Termin vereinbaren möchten, sind wir gerne für Sie da.
In einem persönlichen Gespräch klären wir Ihr Anliegen in Ruhe und besprechen gemeinsam die nächsten Schritte.
Unser Team meldet sich zeitnah bei Ihnen und begleitet Sie kompetent und zuverlässig – vom ersten Kontakt bis zu Ihrem Therapietermin.



